Burn out Syndrom Arbeitsunfähigkeit

Burnout-Syndrom Arbeitsunfähigkeit

und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Mehr und mehr Menschen werden durch das Burn-out-Syndrom in die Arbeitsunfähigkeit getrieben. und werden schließlich unfähig.

Arbeitsunfähigkeit durch Verbrennungen

Ich kann nicht mehr schuften. Der junge Manager und Vorstandsmitglied Claus Rottenbacher steht von seinem Tisch auf, schließt die Tür hinter sich und fährt gleich zur Charité nach Berlin. Es war ein warmer Nachmittag, wie beinahe alle Nächte im vergangenen Jahr, wahrscheinlich waren die Strassencafés satt. Die Unruhen trieben ihn an, "ich habe mich in Gefahr gefühlt", sagt er heute.

Der Arzt zog sich aus dem Kreis zurück, dann 36, "zunächst aus dem Verkehr". Ausbrennen. In den vergangenen Jahren hat der Ausdruck eine bemerkenswerte Laufbahn genommen; eine ganze Flotte von Reiseführern hat das Syndrom durchgearbeitet; viele Menschen haben eine Seuche in der heutigen industriellen Gesellschaft hervorgerufen. Es wird behauptet, dass bis zu zehn Prozente der Einwohner unter Burnout gelitten haben.

Aber: Was gerade dieses PhÃ?nomen, das von offizieller Seite gar nicht als Erkrankung angesehen wird, ausmacht, ist nicht so eindeutig, jedenfalls nicht umstritten. Es gibt Leute, die Burnout als Mode-Diagnose ablehnen. Auch Ärzte, die das Syndrom als ihr eigenes klinisches Bild betrachten, sind sich über die Gründe nicht einig. Die Psychotherapeutin Bernd Sprenger weiß um all diese Gespräche.

Vor allem aber betrachtet er die Menschen, die er in der Oberbergischen Landesklinik für "Fach- und Führungskräfte" behandelt: Sie kommen beinahe immer erst nach Wendisch-Rietz in Brandenburg, wenn sie kurz vor dem Absturz sind. "Es könnte ein wenig wie ein Ferienhaus aussehen", sagt Stenger. Auf dem kleinen Fußgängersteg steht er, wendet sich einmal um seine eigene Achse, schaut nun auf die drei Häuser der Praxis.

Vielen der Betroffenen gefällt der Begriff "intensiv" von selbst. Burnout ist auch ein Vorgang. Der schlimmste Anwendungsfall ist letztlich die Arbeitsunfähigkeit. In Eile war Claus Rottenbacher mit seiner Ausbildung, seiner Doktorarbeit, seinem ersten Beraterjob. In den damaligen Bildern blickt der Fotograf tief in die Fotokamera, die Fliege immer optimal an den Maul gefesselt, eine entschlossene Bewegung.

14- bis 16-Stunden-Arbeit pro Tag waren die Norm. Von zunehmendem "Unwohlsein", von seinem "Zustand" redet er. Die erste Therapiephase ist der "Landeanflug", bei uns müssen die Patientinnen und Patienten zunächst aufgeben. "Landung " bezeichnet er diese erste Therapiephase. Eine andere Patientin sagt, dass er an einem der ersten Tage einen Ast beinahe direkt getroffen hat.

Nach Sprengers Worten haben die Betroffenen oft das Gespür für ihre eigenen Belange verlor. Bei den meisten Patientinnen und Patienten gibt es weniger Beschwerden mit dem weiss beschichteten Arzte. "Ein gebrochenes Bein ist ihnen lieber", sagt er. Manche Patientinnen und Patienten fangen ihre Therapie mit Trunkenheit an. Nicht umsonst ist die Sucht neben dem Burnout ein weiteres Thema der Praxis.

Häufig wird versucht, die ersten Anzeichen von Burnout selbst zu behandeln: mit Spiritus, Pillen. "Im Großen und Ganzen", sagt Sprenger. Diese sind nicht nur bei zu ehrgeizigen Führungskräften, ausgelaugten Medizinern und Lehrkräften zu beobachten, sondern auch bei enttäuschten Mitarbeitern oder hoffnungslosen Jobsucher. Daran wird geforscht. Dass er so nicht mehr weiter machen kann, hat Claus Rottenbacher rasch erkannt.

Als er in dieser Zeit mit Bekannten gesprochen hat, hat beinahe jeder verstanden, warum er rausgekommen ist. Faulpelz kümmerte sich nicht darum. "Es ist immer eine Kombination aus externen und internen Einflussfaktoren, die zu einem Burnout führen", sagt er. Auch andere, wie die Amerikanerin Christina Maslach, machen die Arbeitsbeziehungen im Zeichen der Internationalisierung ausdrücklich vor.

Immer mehr Menschen werden immer schlimmer, sagt er. Burn-out, ein Zeitphänomen. Allerdings sind die Möglichkeiten, dass der Burnout bald in den Fächern der Mediziner aufhört. Die Biologie untersucht auch dieses PhÃ?nomen, das bald zu einem Forschungsdurchbruch fÃ?hren könnte.

Damit wäre der Nachweis möglich, dass ein Burnout auf der Basis konkreter physikalischer Erkenntnisse vorliegt. Auch Claus Rottenbacher kehrte nie an seinen früheren Arbeitsplatz zurück. Wenn er von der Firma Empere AG redet, sagt er immer noch " wir ". Beinahe mit der gleichen Beständigkeit, mit der er zuvor sein Geschäft gebaut und geleitet hatte.

"Claus Rottenbacher ist jetzt ein Kinder-Fotograf.

Mehr zum Thema