Burnout bei Kindern

Ausbrennen bei Kindern

Der Burnout bei Kindern wird oft unterschätzt: Was kann man gegen Burnout tun? Der Burnout bei Kindern kann sich durch psychische und physische Symptome manifestieren. Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort hatte Angst, einen Begriff aus der Erwachsenenpsychiatrie auf Jugendliche zu übertragen. Das ist der perfekte Nährboden für einen Burnout bei Kindern und Jugendlichen.

Ausbrennen bei Kindern

Burnout ist bisher vor allem als Erkrankung der arbeitenden Bevölkerung bekannt. Aber auch bei Kindern und Heranwachsenden kommt es immer öfter zu permanenter Ermüdung - Überanstrengung und Überbelastung können zu Antriebslosigkeit, Leistungsverlust und Depressionen kommen. Am Vormittag, am Mittag Privatunterricht, gegen vier Tennisstunden und ab sechs pro Stunde Klavier, bevor nach dem Essen die Heimarbeit beginnt.

Doch heute ist dies für viele Jugendliche und Jugendliche ein ganz gewöhnlicher Tag. Pfleger und Mediziner wie der Kinder- und Jugendpsychologe Michael Schulte-Markwort mahnen jetzt vor Burnout bei Kindern. Die Erwartungen der jungen Menschen, der Druck zur Leistung, die Geschwindigkeit - in der Ausbildung, zu Hause, in ihrem gesellschaftlichen Milieu - nehmen zu.

"Ständig werden die Mütter und Väter und damit die Schüler und jungen Menschen mit den gestiegenen Anforderungen der globalen Gesellschaft konfrontiert", sagt Catherine Paterson, Bildungspsychologin aus Zürich. Obwohl der Gesundheitszustand erschöpfter oder überlasteter Menschen als Burnout bezeichnet wird, gibt es dafür keine globale Klassifizierung. Besonders bei Kindern. Soziale Netzwerke sind für unsere Kleinen sehr wichtig.

Kurt Albermann, Chef des Sozialpädagogischen Zentrum am Kantons-Spital Winterthur, kritisiert den damit verbundenen Mangel an Substanz und Realitätsfremdheit: "Wenn wir heutigen Kindern die Frage stellen, was sie werden wollen, dann werden viele eines Tages ein berühmter und reicher Stern sein wollen. "Zwischen dem, was wir leben, und dem, was die Schüler und jungen Leute tun, besteht eine wachsende Diskrepanz", sagt der Fachmann.

Sie sollen bei den Spiele dabei sein, einen Mathematik-Nobelpreis erhalten, die Weltkunstszene aufrütteln und im Idealfall Anne-Sophie Mutters Nachfolgerin werden. Auf die " Qual der Entscheidung " weisen auch der Kinderpsychologe und der Schulpsychologe hin: Auf eine Sache zu setzen, auf verführerische Alternative zu verzichtet und dann an seiner eigenen Lösung - etwa der Ausbildung - festzuhalten, wird immer mehr zur Aufgabe.

Gemäss einer neueren Untersuchung des Gesundheitsamtes der Stadt Zürich waren die meisten von ihnen mit ihrer Wohnsituation glücklich. Zu einem anderen Schluss kommt Pro Juventute's jüngst veröffentlichte Swiss Juvenir Youth Study: 46% der jungen Menschen zwischen 15 und 21 Jahren geben an, ständig unter Stress zu stehen: in der Schulzeit, an der Universität, am Arbeitsplatz, zu Hause, in Beziehungen.

Laut Kurt Albermann kommt der Performancedruck nicht nur von außen, es sind auch die Schüler und Jugendliche selbst, die sich herausfordern und auslasten. "Bei uns stehen die Schwachstellen unserer Schüler im Vordergrund, nicht ihre Stärken", sagt Kurt Albermann. Damit stoßen wir als leistungsorientierte Gemeinschaft immer mehr an unsere eigenen Schranken - auch für unsere Nachkommen.

Die Betroffenen sind überfordert und überfordert und haben körperliche und psychische Symptome: "Kinder haben Kopf- oder Bauchschmerzen, Rückenbeschwerden und ein Spannungs- oder Erschöpfungsgefühl. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Erschöpfungstiefung der betroffenen Personen. Die betroffenen Minderjährigen sind zwar betrübt, aber ansonsten wenig emotional, haben kein Wertgefühl, entziehen sich und werden immer mehr gesellschaftlich isoliert.

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