Coaching Bilder

Bilder vom Coaching

Viele Menschen erinnern sich in Bildern und über Bilder, viele reden auch in Bildern und träumen sogar in Bildern. Die besten kostenlosen Coaching-Bilder finden, herunterladen und für kommerzielle Zwecke nutzen. Kognitive Prozesse sollten sich daher zunehmend an Bildern orientieren.

Fototelling: Bilder im Coaching

Viele Menschen denken in Bilder und über Bilder nach, viele sprechen auch in Bilder und träumen selbst. Weil Bilder auch einen großen Anteil an Emotionen haben, sind sie für die Übertragung nützlich, aber auch für die Bearbeitung emotionaler Prozesse. Auch im Coaching kann dieser Einfluss z. B. durch die Verwendung von Fotografien verwendet werden.

Das hat den großen Vorzug, dass sie die individuellen Anliegen des Kunden visualisieren: So wird das Bild, das mehr als tausend Wörter sagt, zum Träger des tatsächlichen Themas. Selbst gemalte Bilder werden seit langem in Coachingprozessen eingesetzt: Sie sind potenzielle Träger für die Analyse von Organisationsprozessen, für die biographische Selbstreflektion und auch für die Rollenanalyse an der Nahtstelle zwischen Mensch und Organisat.

Besonders bei letzteren kann das Bemalen von Gemälden besonders nützlich sein, um komplizierte Vorgänge und Verstrickungen zu begreifen oder zu erahnen. Häufig sind die Bilder viel ausdrucksstärker und verständlicher als das Gesagte, so dass auch ein klarer Bezug zwischen den Innenbildern und den gezeichneten "Außenbildern" erkennbar ist.

Diese positiven Effekte der gezeichneten Bilder lassen sich auch auf den Gebrauch von Photographien im Coachingprozess ausdehnen. Darüber hinaus können mit Hilfe von Photos auch eigene Wünsche und Perspektiven sowie eine visuelle Sprache der eigenen Ziele und Werte visualisiert werden. Mit Hilfe der Phototellingmethode* wird die photographische Umsetzung als Reflexionsmittel für ausgesuchte Fragen im Coachingprozess verwendet und die Sichtweise des Kunden auf sein Arbeitsumfeld, aber auch auf seine persönlichen Fragen durch die Verwendung eigener Bildmaterialen geschärft.

Oft werden auch" Erzählungen hinter den Bildern" übermittelt, die für den Coachingprozess nützlich sind - die "Wirklichkeit in Bildern" ist eine gute Ergänze zur linguistischen Präsentation (z.B. die Hauptrolle). Schließlich handelt es sich um eine spezielle Art der (teilnehmenden) Betrachtung mit Fotografien - statt der Interpretation von Fotografien kann die Fotografie selbst als ein Erkenntnisprozess verstanden werden.

Grundsätzlich trifft es auch auf Coachingprozesse im Kontext von Phototelling zu, dass es sich um einen personenbezogenen Beratungs- und Unterstützungsprozess handeln kann, der sowohl fachliche als auch personenbezogene Fragestellungen abdecken kann. Auch hier ist das Coachingangebot ein prozessuales Gebot, d.h. "es werden keine Lösungsmöglichkeiten und vor allem keine Interpretation der Fotos unterbreitet, sondern der Kunde wird in seinem Entstehungsprozess mitbegleitet und bei der Entwicklung seiner eigenen geeigneten Problemlösung beraten.

Coaching im Rahmen von Fototelling löst Reflektionsprozesse aus, die je nach den biographischen Gegebenheiten unterschiedlich intensiv ablaufen können. Selbstreflexion ist eine durch einen Coachingprozess stimulierbare Fähigkeit, die neue Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Im Allgemeinen sind die Effekte, Effektivität und Faktoren im Coachingprozess noch nicht vollständig untersucht, werden aber in ihrer Gesamtheit als sehr gut bewertet.

D. h. "erfolgreiche Coaching-Ergebnisse hängen von der erkennbaren Würdigung im Sinn einer würdigen Gestaltung von Beziehungen und emotionaler Betreuung sowie der Aktivierung von Ressourcen als Hilfestellung zur Selbsterfahrung und in Umsetzungsprozessen ab. Fototelling soll in erster Linie die nachfolgenden Effekte im Coachingprozess fördern und unterstützen: Die Selbstreflexion und Sensitivierung durch einen "neuen Blick" fördern Darüber hinaus wurden bisher die nachfolgend aufgeführten Anwendungsmöglichkeiten des Phototellings getestet.

Vor allem für Kunden aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Hochschulbereich wurde diese Methodik als sehr anpassungsfähig empfunden. Auch bei der Verwendung von Fotos sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Für den Fotografen sind keine weiteren Möglichkeiten vorhanden. Ähnlich werden bei der Art des Fotoerzählens auch implizite und vermeintlich triviale Dinge übernommen. Einziger Unterscheidungsmerkmal ist das verwendete Mittel, um die Methapher auszudrücken:

Da ist die Story, hier die Foto. Dementsprechend kann die Fotostrecke, also die kommentierte Fotostory, im Coachingprozess durch die gewählten Fotos hindurchgeführt werden. Im Grunde genommen erhalten die im Coachingprozess zu behandelnden Kliententhemen eine neue Beachtung und bei Bedarf ist es besonders darauf zu achten, dass das Photographieren selbst sehr schnell vonstatten geht, also alles, was dem Klient aus Versehen vor die Kamera kommt.

Die spontane Wahl der Sequenz kann für den Kunden auch bei der Einführung in den Coachingprozess eine Sonderbedeutung haben, die vom Trainer während des Coachingprozesses angesprochen werden kann. Der Fokus des Auftraggebers als Fotograf oder Sprecher auf das Mittel der Photographie kann das Ganze, d.h. den Mittelpunkt, oder, was viel öfter geschieht, die Konzentrierung auf vermeintlich banal wirkende Einzelerscheinungen sein.

Oftmals bleiben die aufgenommenen Motive wirkungsvoll oder gehen in einen Reifungsprozess über, der in ganz verschiedenen Stadien des Coachingprozesses wieder aufgenommen werden kann. Die Kundin photographiert sich selbst. Die" Fotografenrolle" des Kunden ist das grundlegende Kernstück des Konzeptes. Im Regelfall ermutigt der Trainer den Kunden, ausgesuchte Fragen aus dem Coachingprozess zu fotografieren oder die gegenwärtige Lage in ein Foto oder eine Fotostrecke zu überführen.

Der Kunde holt diese Bilder dann zur nächsten Session - die Erfahrung hat gezeigt, dass die Zahl der Bilder in der Praxis zwischen zehn und 30 variiert. Im Coaching präsentiert der Kunde dem Trainer seine ausgesuchten Bilder, seine Fotoserien, Fotoserien oder Fotothemen (meist in digitaler Form, aber auch Fotoausdrucke sind denkbar) und zusammen wird diese Bildauswahl im Rahmen des Coaching-Events aufbereitet und wiedergegeben.

Teil des Reflektionsprozesses ist unter anderem, aus welcher Sicht oder von welchem Ort aus die Bilder aufgenommen wurden: Es empfiehlt sich, beim Photographieren zu "driften", ohne spezifische Fragen zu stellen und sich von dem, was kommt, zu wundern. Weil die Methodeneinstellung des "Kunden als Fotograf" gerade in sprachlich dominierten Coachingprozessen eine überraschende Wirkung auf den Kunden haben kann, ist es wichtig, sich offen mit möglichen Reizungen und Vorbehalten auseinanderzusetzen oder, wenn nötig, eine andere Vorgehensweise auszuwählen.

Grundsätzlich ist die Art des Phototellings für alle Kunden geeignet. Es wird jedoch empfohlen, diese Technik zu verwenden, wenn Kunden eine Vorliebe für analoge Verfahren haben und Zugriff auf die Fotografie haben. Die selbständige Fotografie des Kunden kann helfen, den eigenen "Blick" zu erkennen, ein "Bild" zu formen und damit vor allem die Selbstreflexion zu begünstigen.

Ebenso kann der Fotoprozess dazu dienen, erste Lösungsansätze unmittelbar während des Fotoprozesses zu entwickeln, indem er eine eigene Bildserie ausarbeitet. Zudem kann der Kunde durch die Photographie seine eigene "Bildsprache" entdecken - gerade für Kunden, die Schwierigkeiten mit sprachlichen Selbstreflexionsprozessen haben, ist das Mittel der Photographie sehr hilfsbereit und ergiebig.

Grundsätzlich ist die Art des Phototellings für alle Coaching-Prozesse und Anlässe geeignet. Empfehlenswert ist diese Vorgehensweise aber auch, wenn der Trainer eine Vorliebe für analoge Verfahren hat und auch eigene Erfahrung mit dem Mittel der Photographie im Coachingprozess sowie eine Feinfühligkeit im Umgang mit Photographien hat.

Wie bei anderen Verfahren, die die emotionalen Seiten sehr gut erreichen können, sind auch hier die Einschränkungen der Behandlung gegeben und müssen daher mit großer Vorsicht angewendet oder gelenkt und begleitend sein. Ein feinfühliger Umgang mit den Bildern ist ebenso von Bedeutung, insbesondere wenn Menschen auf ihnen fotografiert werden oder wenn sie in der Arbeitswelt fotografiert wurden.

Dabei ist es wichtig, sich an die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes und der Verschwiegenheit zu halten oder eventuelle Fotoverbote zu beachten bzw. die Genehmigung zum Photographieren zu erwirken. Als Beispiel wird hier ein Beispiel aus der Coaching-Praxis vorgestellt: Ein Kunde, der als Projektleiter eine große Werbeveranstaltung inklusive einer Profi-Fotografin zur Dokumentierung der Aktion durchgeführt hatte, entdeckte bei der Auswertung der Bilder der Profi-Fotografin, dass sie selbst immer nur von Managern oder im Bildhintergrund unscharf und nur in einem Bild gut ablesbar ist.

Neben dem Gemälde sind neben der Malerei auch Verfahren und Mittel der biographischen Selbstreflektion die Darstellung durch Bilder wie Kinder- oder Familienbilder, die den Zugriff auf vergessene Erlebnisse und Gefühle erlauben. Besonders die privaten Fotografien sowie jene aus denen nicht nur das eigene Dasein rekonstruiert werden kann, sondern auch die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des Erwachsenwerdens und eventuell auch der Einfluss auf die Familien- und Schulsozialisation, sind als Rahmen für die Reflexion besonders geeignet.

Denkbar wären: "Wie versteht sich der Kunde als Kleinkind, als Teenager, als Studierender und was ist seine Stellung auf den Fotografien, was ist das familiäre oder, wenn nötig, ein schulisches oder universitäres Umfeld auf diesen Foto? "Neben der biographischen Reflektion können auch bestehende Bilder wie Kinderfotos, Bilder aus der Schulzeit oder aus Training und Lehre neu fotografiert und so gestalterisch umgesetzt werden.

Die Besonderheit dieser Option besteht darin, dass der Kunde eine Auswahl von Fotos von eingesammelten Fotos mitnehmen kann, die nicht von ihm selbst gemacht wurden oder sich nicht in einem privaten oder professionellen Zusammenhang befinden, sondern mit einer gefühlsmäßigen Verbindung oder mit Verweis auf die aktuelle Coaching-Veranstaltung wurden.

Es gibt derzeit nur wenige Begriffe in der Fachliteratur, die die Methodik oder Bildmetapher der Photographie im Rahmen von Consulting und Coaching aufnehmen und anwenden. Burkhard Sievers' Arbeitsweise der "sozialen Fotomatrix" basiert auf der Vermutung, dass beispielsweise durch die Bearbeitung der Bilder eine Annäherung an Arbeitsprozesse vorgefunden wird, die mehr oder weniger bewußt ist.

D. h. "Die Methodik soll ein vertieftes Verstehen dessen erlauben, was unter der Werkoberfläche verborgen ist. Die Fotografin ist bei dieser Vorgehensweise nicht beteiligt oder steht im Vordergrund - die Photographie selbst ist als Mittel für neue Überlegungen interessant. In einem weiteren Begriff, "Photoprofiling" von Carmen Kunc-Schultze, geht es vor allem um den Gebrauch von Fotos bei der Entwicklung von Potenzialen.

Mit diesem Begriff konzentriert sich die fotografische Auseinandersetzung offenbar ganz auf den Menschen oder die Entwicklung der Persönlichkeit. Die Fotografie macht deutlich, was ohne Bilder nicht wahrnehmbar ist, und der Auftraggeber ist sowohl Photograph als auch Sprecher. Das Fototelling ist einem ständigen Entwicklungsprozeß unterworfen und so unterschiedlich wie die Coachingprozesse, so unterschiedlich sind auch die Ansätze der Kunden über das Mittel der Fotografie.

Auch im Coaching-Kontext kann der oft genannte Spruch, dass die meistverstandene Bildsprache der Erde ist, bestätigt werden, so dass die meisten Coaching-Kunden für diese Methodik offen waren und sind. Bei den regelmässigen Evaluationsprozessen wurde klar, dass die Fototelling-Methode auf vermeintlich unbedeutende Dinge achtet, die jedoch eine grosse Rolle für den Kunden spielen können.

Das ist eine große Gelegenheit für den Coachingprozess, denn mit fotografischen Perspektivwechseln und eventuellen anderen "Lichtverhältnissen" können neue Sachen gesehen werden, neue Möglich-keiten wahrgenommen werden. Die Fotografie kann so zu einer speziellen Beobachtungsform werden. Dementsprechend hatte ein Kunde in einer anscheinend hoffnungslosen Berufssituation Fluchtwege in allen erdenklichen Variationen mitgenommen.

Wie unmotiviert er auf seinem Weg ist, zeigt ein anderer Kunde, der spezielle Bahnhöfe und Abschnitte seiner Reise vom morgendlichen Erwachen bis zur Ankunft am Arbeitsort aufnimmt. Sie nutzte dieses Beweggrund im Coachingprozess, um "hinter die Kulissen" zu schauen. Der Kunde - ein langjähriger Manager in einem Gesundheitsunternehmen - hat verschiedene Ansichten aus seinem Fenster aufgenommen.

Im Coachingprozess interpretierte er diese Bilder als Wunsch nach professioneller Änderung und Weitsicht sowie Umorientierung.

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