Coachs oder Coaches

Reisebusse oder Reisebusse

Checkliste für Personalverantwortliche zur Auswahl eines Coaches. Interne Beratung Bei der Diskussion um das interne Training werden Methoden-, Ethik- und Kompetenz-Fragen gemischt. Die eingesetzte Trainerin ist zu unselbständig und vermeidet wichtige Thematiken. - Existenzbetrachtungen gelten auch für Coaches, die in einem Vertragsverhältnis und unabhängig von den Interessen und Zielsetzungen des Klienten sind. Ich denke, es hängt viel mehr von der Person des Trainers, seinen Bestrebungen und dem wirtschaftlichen Zwang ab, wie gut seine Abwehrstrategie ist.

Schließlich hat der eingesetzte Trainer auch einen bestimmten beschäftigungsrechtlichen Schutzgrad. Treuekonflikte können auftreten, wenn derselbe interne Trainer den Manager und die Mitarbeiter einer organisatorischen Einheit berät. - Solange die interne Klientel weiß, dass auch andere in der Umgebung coachen können und der Trainer seine Sichtweise im einzelnen Coachingprozess frei behält, muss dies nicht zwangsläufig sein.

Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind teilweise auch nützlich, um Interaktionsaspekte im Zusammenspiel zu erfassen und in das Training miteinzubeziehen. Ein Coachingprozess in eine andere als die gecoachte Führungspersönlichkeit muss natürlich möglich sein. Die Grundvoraussetzung ist jedoch, dass die Coachingmethode vermittelt wird und der Trainer nicht als Vertreter für die Verwirklichung der Zielsetzungen der Führungskräfte mißverstanden wird.

  • Interne Multi-Level-Coachings können die Vielschichtigkeit von Unternehmen besser sichtbar machen. Diese wird sich wahrscheinlich nur allmählich von der Stellung des Coaches abheben. Interne Coachings sind für die untere Ebene in Ordnung, für das obere Management müssen Coaches hinzugezogen werden. So wurde das Thema Coachings vor 20 Jahren unter dem Namen "Individuelle Unternehmensberatung", bevorzugt von Unternehmensberatern, "verkauft".

Entsprechende interne Zuständigkeiten hatten die Gesellschaften in der Regel nicht. Das ist heute ganz anders, heute haben wir in den Betrieben Fachleute ausgebildet. Gerade hier erkenne ich die Stärke des innerbetrieblichen Coachings: Der Schwellenwert für ein solches Angebot ist wesentlich geringer als bei einem externen Coach.

Der interne Trainer "verkörpert" ein innovatives Personalentwicklungskonzept. Interne Coachings dienen dem Ausbau einer Arbeitgebermarke. Wertschöpfung wird durch innerbetriebliches Training geschaffen, da durch eine hohe Partizipation verallgemeinerbare Weiterentwicklungsthemen klar werden und der Trainer für andere Arbeitsbereiche des Unternehmens einen Beitrag leistet: Auf diese Weise kann Coachings einen Beitrag zur organisatorischen Entwicklung liefern. Für interne Auftraggeber ist die gute Beherrschung der innerbetrieblichen Abläufe, Verfahren und Menschen ein wertvoller Vorzug.

Es ist in vielen Firmen verbreitet, dass Personalleiter, meistens HR-Entwickler, als Coaches für Angestellte und Manager firmenintern zur Stelle sind. Neben diesen Tätigkeiten als Wegbegleiter im Personalentwicklungsprozess ihrer Kunden übernehmen diese oft auch andere HR-Aufgaben, wie z.B. Trainingsbedarfsplanung oder Potenzialanalyse - oder sind für sie mitverantwortlich. Gut, wenn Sie einen Sparringpartner zur Hand haben, mit dem Sie rasch und einfach über die aktuellen Themen oder Konfliktlagen diskutieren können, einen Diskussionspartner, dem Sie die Firmenkultur oder -struktur nicht lange und hart erläutern müssen.

Nichtsdestotrotz sollte eine klare Unterscheidung zwischen kollegialem Consulting und Coachings getroffen werden: Ein wichtiges Prinzip des Coachings - die Unabhängigkeit des Coaches - kann nicht durch innerbetriebliches Training erreicht werden. Indem der Trainer nicht zum Kundensystem gehört, bietet er einen gesicherten Zwischenraum. Die Denkfreiheit wird wesentlich dadurch beeinträchtigt, dass ein Angestellter desselben Betriebes, der möglicherweise noch personelle Entscheidungsbefugnisse hat, als Trainer agiert.

Ein interner Trainer sollte sich der Gefahren einer Kollision mit einer Rolle bewußt sein. Eine Unterhaltung kann rasch in die verkehrte Bahn geraten. Selbst wenn sie nur die besten Vorsätze vertreten, prägen sie durch intensives Coaching-Gespräch unbewußt ein Selbstbild. Prinzipiell sollte die Absicht des Kunden auch beim Einsatz von "internem Coaching" in Frage gestellt werden.

Dabei droht die Möglichkeit, dass das GesprÃ?ch mit dem Trainer zu Karrierezwecken instrumentiert und der Personalleiter seiner Ansicht nach dezent miteinbezogen wird. Die Personalverantwortlichen sollten sich auch der Gefahren bewußt sein, sich mit ihrem internen Coaches-Angebot verletzlich zu machen. Was, wenn zum Beispiel "Coaching" nicht so gut abläuft?

Was ist, wenn ein Ansprechpartner eine anspruchsvolle Fragestellung oder einen Eingriff in die "falsche Richtung" erhält? Allerdings hat die fehlende Unabhängigkeit auch in anderer Weise negative Auswirkungen auf die Effektivität des innerbetrieblichen Trainings. Zur Klientel zu gehören macht es auch schwierig, die Perspektiven zu wechseln, was im Rahmen des Trainings so wichtig ist. Der interne Trainer hat in der Regel die Sitten und Gebräuche des Unternehmens ebenso "verinnerlicht" wie sein Mitstreiter.

Mehr zum Thema