Interkulturelle Kompetenz Lernen

Lernen mit interkultureller Kompetenz

Interkulturellem Lernen Das interkulturelle Lernen wird aufgrund der zunehmenden internationalen Interdependenz und der bestehenden Globalisierung immer wichtiger. Mit der zunehmenden weltweiten Verflechtung werden interkulturelle Begegnungen immer öfter, sei es im privaten oder geschäftlichen Bereich, im In- oder Ausland. Damit man sich in diesen Fällen richtig orientiert und verhält, ist interkulturelle Kompetenz gefragt.

Doch was ist interkulturelle Kompetenz? Unter interkultureller Kompetenz versteht man die Möglichkeit, in den Kontexten der Interkulturalität wirksam und sachgerecht zu handeln. Dabei werden bestimmte Haltungen und Handlungs-, Interaktions- und Reflektionsfähigkeiten zugrunde gelegt. Eine allgemein gute Einstellung zu interkultureller Begegnung kann als Ansatzpunkt angesehen werden, ebenso wie die Reflexion der eigenen Kulturprägung und Kulturverbundenheit.

Interkulturelle Kompetenz zu erwerben ist ein vielschichtiger und vielschichtiger Prozess, der als Intercultural Learning bekannt ist. Die interkulturelle Kompetenz erfordert daher das interkulturelle Lernen. Das interkulturelle Lernen ist der Weg zum Erlernen und Entwickeln der interkulturellen Kompetenz. Das interkulturelle Lernen ist als kontinuierlicher und lebendiger Prozess zu begreifen und beruht auf Erfahrungen der Differenz zwischen "dem Eigenen" und "Anderen".

Basierend auf dieser Differenzierung umfasst das interkulturelle Lernen Wandlungsprozesse, die die Vereinnahmung der Fremdkultur und die Neudefinition der Beziehung zur eigenen Unternehmenskultur ausmachen. Weil das interkulturelle Lernen zur Förderung von interkulturellem Lernen beitragen soll, sind die Lernobjekte immer an die theoretischen Konzepte und Leitbilder für interkulturelle Kompetenz gekoppelt. Die von Weidemann (2007) erarbeiteten Möglichkeiten und Orientierungspunkte für das interkulturelle Lernen sind nachfolgend aufgeführt: der Aufbau konzeptionellen Verständnisses über interkulturelle Zusammenhänge (Kammhuber 2000); die Weiterentwicklung der Fähigkeiten zu "isomorphen Zuschreibungen" und damit zur Lösung kritischer Ereignisse (Thomas 1995); das Lernen einer fremdsprachlichen Sprache (z.B.

Gudykunst/Kim 2003); der Abbau von Ängsten und die Entstehung von Toleranz gegenüber Unklarheiten im Umgang mit Unbekannten; die notwendige Weiterentwicklung der Regulationsfähigkeit von Emotionen (Matsumoto/Yoo/Nakagawa 2008); die Bewusstseinsbildung für die Kulturdimension der sozialen Wechselwirkungen (Brislin/Yoshida 1994); die Entstehung der verallgemeinerten Orientierungsfähigkeit in fremde Kulturkreise (Thomas 1988) oder die Entstehung einer Einstellung der Aufmerksamkeit der Informationsverarbeitung an sich ("Mindfulness") (Gudykunst/Kim 2003).

Interkulturelle Kompetenz und damit die Lernziele des kulturübergreifenden Lernen finden in unterschiedlichen Zeiträumen statt, teilweise getrennt von einander oder in vernetzten und bedingten Bildungsprozessen. Zur Erreichung der Lernziele des Intercultural Learning sollten unterschiedliche Lernformen eingesetzt werden, die kognitive, affektive und verhaltensbezogene Lernniveaus ansprechen:

Kognitives Training zielt auf den Aufbau von interkulturellem Wissen. Es geht um den Theorieerwerb von interkulturellem Inhalt. Die affektiven Lernziele konzentrieren sich auf den Erhalt und die Entwicklung von interkulturellem Feingefühl. Ziel ist es, neben einer grundsätzlichen Positivität gegenüber fremde Kulturkreise und einem feinfühligen Umgangs mit kulturellen Differenzen, Ängste in interkulturell überschneidenden Situationen abzubauen und die Empathie zu erhöhen.

Die Ausbildung sollte sicherstellen, dass das Lernniveau ausgewogen ist und keine einseitigen Überbetonungen auftreten. Das interkulturelle Lernen und die damit verbundenen Lernvorgänge können zunächst in zwei Bereiche eingeteilt werden: Unter informellem interkulturellem Lernen versteht man die mehr oder weniger zufälligen oder zufälligen Kulturerfahrungen, die Menschen - absichtlich oder unabsichtlich - in ihrem Alltagsumfeld machen.

Allerdings müssen diese nicht immer zu einer interkulturellen Kompetenz geführt werden, da sie kaum bewußt erfolgen und daher in der Regel nicht berücksichtigt werden. Nach Bolten (2007) lassen sich interkulturelle Bildungsprozesse, die zum Erwerb der interkulturellen Kompetenz beitragen, in Off-the-job- und On-the-job-Maßnahmen unterteilen. Unter Off-the-job versteht man Ausbildungen, die nicht unmittelbar mit der beruflichen Situation zusammenhängen und unabhängig davon ablaufen, z.B. externes Training und Weiterbildung.

Schulungen, die Teil der Arbeiten sind, z.B. zur Unterstützung oder Unterstützung unterschiedlicher Arbeitsabläufe, erfolgen on-the-job. Abb. 1: Trainingsformen des kulturübergreifenden Lernprozesses. Eigener Vortrag nach dem Bolten 2007: Platz  88 Off-the-job-Trainings werden in "interkulturell" und "kulturspezifisch" unterteilt. Interkulturelles Training zeichnet sich dadurch aus, dass das Ziel darin besteht, das Bewusstsein für interkulturelle Zusammenhänge zu schärfen.

Dazu gehört unter anderem, sich der Eigenheiten der eigenen Kultur zu bewußt zu werden, Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede in der Interkulturalität zu erkennen, zu befragen und zu hinterfragen und zu reflektieren. Die meisten kulturell unspezifischen trainerorientierten / kognitiven Lernformen lassen sich laut Bolten (2007) mit folgendem Merkmal zusammenfassen: "Positiv: Hohe kognitive Lerneffekte in Relation zum Verstehen kulturübergreifender Kommunikationsvorgänge.

In den erlebnisorientierten Schulungsformen, die zur allgemeinen Interkulturalität der Schülerinnen und Schüler beiträgt, werden oft Simulatoren und Rollensimulationen verwendet. Auf diese Weise können die Interessierten eine Erfahrung der Fremdheit machen. Die Drehbücher, nach denen die Beteiligten handeln, stimmen weder mit ihrem eigenen Standardrepertoire überein, noch sorgen sie für ein reibungsloses Zusammenspiel. Dadurch wird eine interkulturelle " Überlappungssituation innerhalb des Simulations-/Rollenspiels geschaffen, die es den Teilnehmern ermöglicht, je nach Fragestellung folgende Fähigkeiten zu trainieren:

Bolten (2007) bewertet die Vor- und Nachteile der Simulationen / Rollenspiele als erlebnisorientierte Formen der Ausbildung wie folgt: "Positiv: Grundvoraussetzungen von interkulturellem Handeln (Fremdheitserfahrungen, fehlgesteuerte Erwartungshaltungen usw.) werden in Szene gesetzt und können erlebt werden. Die kulturspezifischen Schulungen beschäftigen sich mit individuellen (oft nationalen) Kulturen; ihr Zweck ist sowohl die Erkenntnis- als auch die Erfahrungsprüfung einer bestimmten Kunst. In der Regel dient dieses Training zur Einsatzvorbereitung oder als Hilfe in einem bestimmten Arbeitsumfeld, z.B. in internationalen Mannschaften.

Kulturelle spezifische Schulungen können auch in trainerorientierte / kognitive und erlebnisorientierte kulturelle Spezialtrainings unterteilt werden. Interkulturelle Qualifizierung am Arbeitsplatz sind Qualifizierungsmaßnahmen, die aufgrund zunehmender Globalisierungsprozesse und zunehmender Internationalisierung immer wichtiger werden. Es ist nicht immer Zeit für ein intensives Training, das außerhalb der Arbeit stattfindet. On the Job-Maßnahmen umfassen das interkulturelle Training und die interkulturelle Mitwirkung.

Es geht darum, die multikulturellen Arbeitsgruppen am Arbeitplatz zu unterstützen und ihnen zu einer besseren Kooperation zu verhelfen (interkulturelles Coaching) oder die Rolle des Mediators in Konfliktfällen zu übernehmen (interkulturelle Mediation). On the Job-Maßnahmen schliessen interkulturelle Weiterbildung nicht aus, sondern sind mehr oder weniger als sinnvolle Ergänzungen zu sehen.

Interkulturelles Training beinhaltet entweder die Betreuung und Betreuung von Menschen, die in multikulturellen Kontexten tätig sind oder die Betreuung, die Betreuung und die Zusammenstellung von internationalen Mannschaften. Er ist derjenige, der den Weg für eine verbesserte interkulturelle Kooperation eröffnet. Die " Intercultural Anchored Inquiry (IAI) " von Herrn Dr. med. Kammhuber aus dem Jahr 2000 wird als Beispiel für interkulturelle Lernformen präsentiert, da sie ein auf lebensrelevanten Problemen basierendes, transformwirksames Lernen ermöglich.

Es beruht auf den Grundsätzen des situativen Lernens: Lernen ist ein dialogischer oder transaktiver Vorgang zwischen Mensch und Umgebung. Unter Lernen versteht man die Ausweitung oder Veränderung der Wahrnehmungs- und Nutzungsmöglichkeiten der Umwelthandlungsmöglichkeiten. Das Lernen ist ein aktives und konstruktives Handeln. Das Lernen ist ein gesellschaftlicher und partnerschaftlicher Bedeutungsprozess.

Das Lernen hängt von linguistischen Reflektionsprozessen ab. Das Lernen steht immer im Vordergrund. Das Lernen ist eine Konsequenz aus der Erfahrung realer und objektiv relevanter Handlungsschranken. Das Lernen heißt, sich in eine Lerngemeinschaft einzugliedern. Fremdheitserlebnisse fungieren als "Anker", mit denen sich die Beteiligten interkulturelle Kenntnisse und Handlungen erarbeiten können.

Die Lernzyklen der Interkulturell Verankerten Befragung sind wie folgt: Abb. 2: Interkulturelle Verankerung. Krisensituation: Die Krisensituation, auch Critical Event oder Critical Event genannt, ist ein wichtiger Rahmen für das interkulturelle Lernen. Schließlich gewinnt das interkulturelle Wissen durch interkulturelle Überlappungssituationen an Gewicht. Eigeninterpretation des Vorgehens: Nach der Betrachtung eines entscheidenden Geschehens sollten die Lerner zunächst ihre eigenen Deutungen und Annahmen über die Interaktionsdynamik ausformulieren.

Erzeugung von multiplen Interpretationsperspektiven: Der Lernende tauscht seine Auslegungen aus und erlebt so andere Sichten. Dies verdeutlicht die unterschiedlichen Sichtweisen in Hinblick auf die Wechselwirkungssituation und lässt die verschiedenen Gesichtspunkte erhellen. Reflektion über die Perspektive der Interpretation: Aus den zuvor erhobenen Blickwinkeln ergibt sich ein gemeinsamer Prozess der Reflektion über die gemachten Deutungen, sowohl im Hinblick auf den Inhalt des entscheidenden Geschehens als auch auf die Form, in der eine Deutung vorgenommen wurde und welche Annahmen im Vorfeld getroffen wurden.

Die Zusammenführung unterschiedlicher Aktionsperspektiven in der selben Interaktions-Situation eröffnet den LernerInnen die Chance, ihre eigene Sichtweise um neue Sichtweisen zu bereichern. Den sieben Stufen schließt sich die weitere Professionalisierung der Intercultural Anchored Inquiry an. Das Modell für den Lerner (Thomas/ Layes/ Kamhuber 1998) ist für den Lerner dazu gedacht, die im IAI gewonnenen Erkenntnisse zu verinnerlichen und auf andere Sachverhalte zu transferieren, ohne in ein verzerrtes Bewertungsschema zu geraten: "Der SPEATEN ist in sechs Teilschritten aufgebaut:

Das IAI zeigt, wie das interkulturelle Lernen aussieht und wie es stattfindet. Das interkulturelle Lernen ist der Prozeß der Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenz. Es fördert den Einsatz in interkulturell überlappenden Situationen und ermöglicht die Zusammenarbeit von Ausländern. Mit interkulturellem Lernen, z.B. in Gestalt von interkulturellem Training, können kulturelle Kontrasterfahrungen besser bewältigt werden.

Fussnoten: 1 Weidemann 2007: 494, quotiert nach Str ub 2010: 3 2 S. 3 S. 2000: 4 S. 4 4 S. 4 S. 4 S. 2000: 5 ff. und Str. 2010: 3 S. 5 S. 5 S. 5 S. 2007: 89 S. 6 ebd.: 91 S. 7. IBKUD® Seminar reihe 2011. 8 Bolzen 2007: 9. 9 Siehe 9 IBKUD® Seminarreihe 2011. 10 Bolzen 2007: 107 f. 11 Bolzen 2000: 7. 12 Siehe 12 Bolzen 2010: 167. 13 Siehe 13 Bolzen 2000: 114ff. 13 Bolzen 2000: 139:

Bolten, Jürgen (2007): Interkulturelle Kompetenz. IIKUD®-Seminar ((2011): Auswertung interkultureller Trainings 2006-2011. Göttingen: Interne Arbeitsunterlage. Klammhuber, Stefan (2000): Interkulturelles Lernen und Unterrichten. Stefan Krummhuber (2010): Interkulturelles Lernen und Unterrichten an der Universität. Schlüsselqualifizierung Interkulturelle Kompetenz an Universitäten - Basis, Konzept, Methode. S. 57-72. Straub, Jürgen (2010): Grundzüge der Lerntheorie. Wo wird interkulturelle Kompetenz vermittelt?

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