Medialität

Mittelmäßigkeit

Sensibilität und Medialität Damit wir die von uns gewollte Lebenswelt mit unseren Überlegungen schaffen können, benötigen wir sicherlich Disziplin und Ausdauer. Die Ausbildung der Wahrnehmungsarbeit, die Medienarbeit, hat in England eine mehr als 160-jährige Geschichte. Sie ist beliebter denn je, sagt Simone Key, englische Mediensprecherin des berühmten Arthur Findlay Colleges in London Stansted.

Die Medienheilerin Christiane Tietze-Gerhards gibt im Gespräch einen spannenden Einblick in ihre Medienarbeit. Sie ist die Basis jeder sensiblen oder Medienarbeit, sich in ein anderes Energiekonzept zu einfühlen. Schon seit geraumer Zeit wird im klassischen englischen Sprachgebrauch beobachtet, dass sich die Menschen für Anregungen aus der fernöstlichen Weltanschauung und auch für andere Herangehensweisen, insbesondere im Hinblick auf Trance und ihre Anwendungsbereiche, öffnen.

Auch in England, dem Heimatland, sinkt das Bewusstsein für traditionelle Spiritualität, aber auch die Medienarbeit, das Engagement für andere Verbindungen mit dem Geist2, ohne religiösen Background, erfährt eine neue Blütezeit. In dem folgenden Gespräch erzählt mir Ministerin Simone Key 4, Pressesprecherin des Arthur Findlay Colleges in London Stansted, über Sensibilität, Medialität, die Wichtigkeit von Trance und die Auswirkungen dieser Tätigkeit auf unser Dasein.

Tietze-Gerhards: Gehört Sensibilität und Medialität immer zusammen, und soll Sensibilität immer zur Medialität werden? Eine empfindsame Persönlichkeit wirkt mit einer anderen Persönlichkeit in dieser Zeit. T.-G.: Wie werden in England empfindliche Personen oder Massenmedien gesehen? Da bleibt niemand frieren, es ist nicht so leicht zu vergessen.

Wie kann jemand, der noch im Köpfchen ist, so etwas aussprechen? Die Medialität ist beliebter denn je. So gibt es im Radius von sechzig Kilometer vier Plätze, an denen man in den Medien tätig sein kann - und wir können froh sein, wenn vierzig Menschen an Sonntagen in der Gemeinde erscheinen, im zweiten und dritten sind es nur zwanzig - und im Gemeindehaus - wo es keinen Gottesdienst gibt, wo man nur in den Medien arbeitet - sind es 120 bis 150 Menschen.

T.-G.: Insbesondere für Kunstschaffende oder TherapeutInnen sind Medienarbeitskurse sehr interessant. Ich denke, dass die Medialität von unserer kreativen Seite abhängt. Sowohl die meisten Sensiblen als auch die Artisten unterscheiden sich vom Mainstream, sie glauben anders, sie betrachten die ganze Erde anders. Das sind die Menschen, die aus aller Herren Länder zum Studium kommen, sie überlegen sich das ganze Jahr über das eigene Erleben.

Es kann nicht gesagt werden, dass Menschen in England diese Form der Beschäftigung vorfinden, weil sie in einem spiritistischen Haus aufwachsen. In einer geistlichen Gastfamilie wuchs er auf und war mit 21 Jahren Vorsitzender seiner Gemeinde und hat am Arthur Findlay Kolleg gearbeitet.

Auf einmal veränderte sich seine Einstellung, er gab sich von allem ab, sucht einen richtigen Job (lacht) und erst jetzt, Ende der 30er Jahre, kehrt er zur Medienarbeit zurück. Die Lebewesen in der spirituellen Welten sind nur an uns und einer Kooperation beteiligt, wenn wir wirklich etwas zu bieten haben, wenn wir den Menschen wirklich helfen wollen.

Weil deine Erlebnisse völlig anders sein können als meine - und wenn sich die spirituelle Lebenswelt mit deinen Resourcen verbindet, kann anderen Menschen als durch mein eigenes Leben weitergeholfen werden. T.-G.: Welche Rolle spielt sie hier? Tja, ich habe zwei Möglichkeiten, mit dem Thema Trance zu arbeiten. In der Medienarbeit steht das Thema nicht erst am Beginn - es erscheint manchen vielmehr als eine Form von Naturerscheinung -, nachdem man ein bestimmtes Medialitätsverständnis und eigene Erfahrung hat.

Einige Menschen sind für die Trance-Arbeit gedacht, es ist "ihr Ding". Viele Menschen wollen heute eine Einführung über die Tranceebene erhalten und haben (noch) keine Vorstellung davon, wie die Medialität selbst abläuft. Als Erstes sollten Sie Ihre sensiblen und mittleren Fertigkeiten schulen - um Ihr sensibles und mediales Talent zu verstehen.

Der Mensch muss in der Lage sein, den "Geist" (das Geistige) zu spüren, die Verbundenheit des "Geistes" zu begreifen, seine Sinneswahrnehmungen zu verbessern, in den Prozess, die Verbundenheit einzutreten. Der Trance ist wie alles, was wir tun - je öfter wir es tun, desto besser werden wir. T.-G.: In Trance tritt aber auch das Unbewußte hervor....

Möglicherweise sind es zu Beginn der Entwicklungsphase 97% selbst, die reden, und 3% "Spirit". Immer wenn es nach Dogmatik klingen mag, wenn Dinge wie: "Du musst, du darfst nicht".... geschehen, kann man davon ausgehen, dass diese Nachrichten nicht in medialer Weise aufgenommen wurden, denn die spirituelle Gemeinschaft, mit der ich zusammenarbeite, würde so etwas nie verkünden.

Das hat mit dem Unterbewusstsein zu tun - denn Trance muss auf diese Weise funktionieren. T.-G.: Was ist das Allerwichtigste in einer Trance? Das Wesentliche ist wirklich die Verbundenheit mit dem "Geist". Mir gefällt das Stichwort "tiefer" in Relation zur Trance nicht, weil es "besser" bedeutet. In England hört man das die ganze Zeit - "Ich weiss nicht, was ich in Trance rede, ich bin weg, ich falle ein".

Nun, das ist auf jeden Fall der richtige Status, denn als Schläfer kann man nicht in einer Trance sein, es bedarf eines Minimums an Bewusstsein, wenn nur jemand anderes durch mich durchredet. Je näher/näher die Beziehung, umso besser die Ekstase. Wir haben mit anderen Massenmedien gesprochen und glauben, dass Medialität eine Form der fortschreitenden Veredelung ist.

Um so öfter man in den Trancezustand geht, umso feiner werden die Zustandsformen. Diese Tranceenergie kommt, um den bewußt nachdenklichen Verstand zu besänftigen (damit er seinen Mund hält) - also den Gedanken, "im Hier und Jetzt zu sein" - das ist keine Ruhe. Im Trancezustand ist es beinahe so, als ob du dich aus dem Hier und Jetzt zurückziehen und in einen ruhigeren Staat gehen würdest, in dem sich der "Geist" mit dir in Verbindung setzen und dein Bewußtsein füllen kann, um Information zu geben, die hilft, andere Menschen zu bauen, zu erhellen, zu begeistern und zu unterrichten.

T.-G.: Die Ruhe lässt also den "Geist" herauskommen? Der Trancegrad ist abhängig von dem, was man tut. Ich konnte nicht, ich konnte als sensibler Mensch erläutern, was mit dem Receiver los ist, aber ich konnte nicht genau wissen, was es verursacht und nicht so leicht, wie es geschah.

Ich muss zugeben, die Menschen sind wirklich tapfer. Dann gehen sie zu ihrem Doktor und sagen: "Der Tranceheiler sagte dies und das ist bei mir nicht wahr" und dann sollen sie prüfen, ob das wahr ist. T.-G.: Halten es die Doktoren so? Wer einen klaren Kopf hat, muss ermutigt und bestätigt werden, die richtige Sprache zu sprechen.

lch habe unterschiedliche Arbeitsweisen, aber für mich ist sie sehr wertvoll. Dies hat mit der Verbundenheit mit dem "Geist" zu tun, denn man kann eben nicht enger kommen als in einem Trancezustand. Die Bezeichnung "Trance" leitet sich vom südlichen "transire" ab und bezeichnet den Wandel von einem aktiven Wachzustand (Beta) zu einer tieferen Relaxation (Alpha- zu Deltawellen), in der eine Erschließung für andere Dimensionen der Wahrnehmung möglich ist.

Trancearbeit wird seit jeher von allen Menschen auf der ganzen Erde benutzt, um Information und heilende Energien zu bringen. T.-G.: Ich habe in einem Lehrgang erfahren, dass sich die englische Presse nicht so sehr in eine Nachricht einmischen will, weil sie keine geschulten Psychotherapeuten sind. Ist das nicht viel bedeutender als der Nachweis eines Lebens nach dem Tode?

Und ich glaube nicht, dass es bei meiner Tätigkeit um den Beweis des Lebens nach dem Tode geht. Es ist nicht nötig zu wissen, dass meine Mama in der spirituellen Umgebung ist. Wie kann ich meine Arbeiten besser machen, wie kann ich mich besser vernetzen und was der "Geist" für mich will?

Am wichtigsten ist, wie man seine eigene Tätigkeit verbessert, die Verbindung und Abstimmung mit der geistigen Umwelt, die höhere Energieniveaus, wie man sein eigenes Verhalten bedeutungsvoller macht, wie man mit Problemen umgeht und zufrieden ist. T.-G.: Wie bedeutend ist es Ihrer Meinung nach, an eigenen Schattenzonen wie z. B. alte Verhältnisse, Beziehung zu deinen Verwandten.... zu arbeiten?

Das ist sehr bedeutsam, man muss nur sein bisheriges "Gepäck" aufgeben. Die Behauptung "Die spirituelle Weltsicht zwingt mich zu dieser Medienarbeit", dann ist es meiner Meinung nach in der Regel das Ich der Menschen selbst, das sie dazu auffordert. Wir haben eine gewisse Zeit, um es zu schaffen.

Das ist aber nicht die wichtigste Sache, denn diese Aufgabe macht sie zu besseren Menschen, macht sie zu toleranteren, mitfühlenderen und sensibleren Menschen. T.-G. : Vielen Dank für das Interview. Acupressure ) sowie in der tibetischen Philosphie und Vermittlung, Reiki Master, Training in Sport und Fußreflexzonentherapie mit medizinischer Untersuchung, regelmäßiges Medientraining am Arthur Findlay Kolleg in Stansted (England) in Trance und Mentalmedium und in spiritueller Heilung.

Schon seit einigen Jahren konzentriert sie sich auf Trance- und Heilarbeit mit Klangfarben und Sounds, Weiterbildungen u.a. bei Tom Kenyon (USA). Ich benutze das englischsprachige Wörterbuch "Spirit", da die deutschsprachige Version "Geist" nicht ganz korrekt ist und vielmehr dem englischsprachigen "Mind" entspricht und ebenso an "Geist" im Sinn von "Ghost" erinnert - beide treffen das Herz nicht.

Geist könnte am besten durch "geistige Welt"-Helfer aus der spirituellen und ähnlichen Bereichen übersetzt werden, wodurch das an die Geistigkeit gebundene Wort erlischt.

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