Mediation Coaching

Vermittlungscoaching

Zertifizierter*r und/oder lizenzierter*r Mediator*in, Coach oder Trainer*in werden. Betreuung, Mediation, Coaching - kennst du die Grenzen? Technische Artikel

Berufsberatungsformate wie Coaching, Betreuung, Mediation und Unternehmensberatung werden immer häufiger eingesetzt, um die Handlungsmöglichkeiten von Einzelpersonen, Gruppierungen und Unternehmen in unserer Berufswelt wieder herzustellen oder zu erhöhen. Allerdings werden die Bezeichnungen Coaching, Betreuung, Mediation im Bereich der arbeitsbezogenen Betreuung für vergleichbare Kundenbelange Seite an Seite präsentiert und sind verschwommen, wenn nicht gar wirr.

Zur weiteren Verunsicherung hat die Mediationsverordnung beizutragen. Die Aufsicht hat im Rahmen des Mediationsgesetzes einen dauerhaften Stellenwert in der Aus- und Weiterbildung und Qualitätskontrolle von Mediatorinnen und Mediatoren erlangt, aber die "Zertifizierungsverordnung" (ZMediatAusbV) beschränkt die Betreuung der ersten Verfahren auf ein Einmal-Interview, bei dem der Terminus Aufsicht aus betrieblicher Perspektive fälschlicherweise ausgewählt wurde.

Derjenige, der den Begriff Aufsicht in die Regelung eingebracht hat: Die Autoren haben bedauerlicherweise keine Vorstellung von der Überlieferung und dem Beruf der Aufsicht. Ein Treffen im individuellen Rahmen zur Erörterung der ersten eigenen Tätigkeit und zur Sicherung der Qualität, wie in der Satzung vorgesehen, kann voraussichtlich nur eine fachliche Begleitung und Beurteilung des Mediationsverfahrens sein.

Ein komplexes Spiegelbild des Berufsstandes in der Vermittlerrolle gegenüber dem Auftraggeber, der eigenen Persönlichkeit, der Professionalität, der Funktion etc. ist in einem Gespräch nicht realisierbar. Dies erhöht die Zweideutigkeit darüber, was Aufsicht tatsächlich ist, bringt nicht den Vorteil, den Aufsicht für Anfänger und Lerner haben könnte, und vernachlässigt den Respekt gegenüber dem benachbarten Profi.

Weil es bei der Unterscheidung zwischen Mediation und Aufsicht immer Mehrdeutigkeiten gibt und sich MediatorInnen auch als SupervisorInnen identifizieren, soll diese kurze Einleitung zum Beratungsformat Aufsicht zu mehr Übersichtlichkeit beizutragen. Die Aufsicht hat unterschiedliche Ursachen und eine ihrer ersten Ursachen ist stark mit der Entstehung der sozialen Arbeit in den USA und England am Ende des neunzehnten Jahrhunderts verknüpft.

Der zweite Grund der Aufsicht ist die 1920 am Berlin Institute für Psychoanalyse eingeführte Kontrolluntersuchung. Die dritte Berufswurzel wird als Gruppe zur professionellen Selbsterkenntnis erwähnt, die der Diplompsychiater und -psychologe Michael Balint in den 1940er Jahren entwickelt hat. Im Zuge der Professionalität und Akademie der sozialarbeiterischen Bildung wurde die Betreuung in der Berufsausbildung immer wichtiger.

Im Laufe der folgenden Jahre begannen viele Ausbildungen an Privatinstituten und 1974 begann die Uni Kassel den ersten Diplomkurs für Betreuungsaufgaben. Bisher war Aufsicht in der Regel nur in gesellschaftlichen Arbeitsbereichen bekannt, wo sie schon frühzeitig zur Sicherung der Qualität, Professionalität und des Gesundheitsschutzes diente.

Die DGSv wurde 1989 ins Leben gerufen. Das Unternehmen präsentiert sich in seiner Unternehmensbroschüre "Supervision - ein Baustein zur Qualifikation professioneller Arbeit" als sozialer und gesellschaftlicher Akteur, der sich für die Schaffung eines zeitgemäßen, verantwortungsvollen Arbeitsumfeldes einsetzt. Mehr als 4000 Teilnehmer sowie 27 Akademie-, Hochschul- und Weiterbildungsfirmen sind in der DGSv als personelle und rechtliche Mitarbeiter tätig, um die Betreuung auf dem Beratermarkt und in der fachlichen Öffentlichkeit in einem lebendigen Dialog zu verankern.

Seither hat der Austausch zwischen den einzelnen Methodenschulen und die professionelle Prüfung von benachbarten Disziplinen das Betreuungsformat stark erweitert. Heute hat sich die Berufsaufsicht entsprechend der Eigendarstellung des Berufsverbandes mit einem medienübergreifenden, naturwissenschaftlich begründeten und praxisnahen Konzeptionskonzept für die persönliche und organisatorische Beratungstätigkeit in der Berufswelt entwickelt. Neben Unternehmensberatung, Konfliktbearbeitung, Fachberatung und Coaching ist die Betreuung ein Formfaktor für die Berufsberatung.

Es unterscheidet sich von benachbarten Berufen vor allem durch die Thematik (den fachlichen Bezug), die Vielschichtigkeit und Tiefe der Reflektion und wird im Unterschied zur Mediation nicht in Konfliktfällen, sondern auf einem weniger hohen Niveau der Eskalation genutzt. Diese persönliche Betreuung von Fach- und Führungskräfte zeichnet sich durch die reflexive Bearbeitung von Fachthemen aus.

Der Einfluss weitgehend unbewußter Basisannahmen und -modelle - von Seiten der Personen, des Berufs, der Kunden oder auch der Organisationen - auf das professionelle Vorgehen wird untersucht, die unbewußten Kontrollprogramme werden recherchiert und damit der Reflektion erschlossen. Gerade diese Auseinandersetzung mit unbewußten Kontrollprogrammen und die damit einhergehende Reflexionstiefe machen eine fachlich geführte Betreuung so besonders und weit über die alltäglichen Reflexionen unter Kolleginnen und Kollegen hinaus.

In der Supervisionsberatung gibt es folgende Programme: kundenbezogene Betreuung, in der Regel als Case-Supervision beschrieben; kooperative Betreuung, in der Regel als Team-Supervision bezeichnet; rollenspezifische Betreuung, die oft in der individuellen Beratung zu Führungsthemen, Laufbahnplanung und Berufsfeldklärung erfolgt; Organisationssteuerung, die sich an strukturellen Aspekten orientiert.

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