Methylphenidat

Methylphenidat

Das Methylphenidat (kurz: MPH; Handelsname und andere: Ritalin) ist ein Medikament aus der Gruppe der Phenylethylamine. Das Methylphenidat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Amphetamine mit stimulierender Wirkung auf das zentrale Nervensystem.

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Methylphenidate (kurz: MPH; Markenname und andere Ritalin) ist ein Medikament aus der Reihe der Phenyläthylamine. Es hat eine belebende und belebende Eigenschaft und wird heute vor allem bei der Therapie von Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) und weniger häufig bei narkoleptischen Erkrankungen angewendet. Methylphenidate hat eine anregende und aufregende (psychoanaleptische) Auswirkung. Methylphenidate hemmen die erneute Aufnahme der beiden Transmitter Dopamin und Noradrenalin, indem sie ihre Transporteure in ihrer Funktionsweise blockieren.

Das Methylphenidat zählt nicht zu den klassichen Phenethylaminen,[14] ist jedoch ein mittelbar sympathomimetisches Mittel mit zentralem Effekt. Diverse Synthesepfade sind für die Produktion von Methylphenidat bekannt. 16 ] Bereits 1944 präsentierte Pannizon einen Synthesepfad, der zu einer diastereomeren Mischung von Methylphenidat führte. Der von Pannizon geschilderte Syntheseverlauf und die vielen Modifikationen dieses Syntheseverfahrens sind der klassische Weg zur Methylphenidat-Produktion.

Die dabei entstehende Phenyl- (2-pyridyl)-acetonitril wird in Säure hydrolisiert und mit Metanol zu dem korrespondierenden Methylsäureester esterifiziert. Der Pyridinring wird mit Hilfe der Platinkatalyse in wäßriger Ethansäure zu einem diastereomeren Gemisch aus Methylphenidat reduziert. Ein zuverlässiger qualitativer und quantitativer analytischer Test von Methylphenidat erfolgt in den unterschiedlichen Testmaterialien wie Blut,[29]Blutserum, Blutplasma,[30]Haar,[31]Urin, Speichel,[32]Abwasser[33] oder Schmeißfliegenlarven[34] nach entsprechender Probenpräparation durch die Koppelung von chromatographischen Methoden wie Gaschromatografie oder HPLC mit massenspektrometrischen Methoden.

Methylphenidate ist als Teil einer umfassenden Therapiestrategie zur Bekämpfung von Aufmerksamkeitsdefiziten/Hyperaktivitätsstörungen bei über 6jährigen und jungen Menschen geeignet, wenn sich andere Therapieschwerpunkte allein als unzulänglich erweisen. In der Vergangenheit wurde die Verwendung von Methylphenidat nur an schulischen Tagen vorgeschlagen. Kontinuierliche Medikamente (d.h. auch an freien Tagen) sind heute oft praktikabel,[36][39][40] wenn auch außerschulisches soziales Verhalten das Therapieziel ist.

Bis dahin war ihre Behandlung nur "off label" möglich und daher nicht zu erstatten. Das Zulassungsverfahren erstreckt sich sowohl auf die weitere Behandlung über das Kindes- und Jugendmilieu hinaus als auch auf die Rekrutierung mit Methylphenidat im Erwachsenalter, wenn ADHS seit der Kindeszeit andauert und sich andere Therapieschritte allein als unzulänglich erweisen.

Medizinisch wird Methylphenidathydrochlorid (MPH-HCl) eingesetzt. Als Therapeutikum können Medikamente in unterschiedlichen Dosierungen und mit schneller, verzögerter (retardierter) oder kombiniert (zunächst schneller, dann verzögerter) Wirkstoffabgabe angeboten werden. Bei der medikamentösen Behandlung wird mit einer geringen Einmaldosis (z.B. 2,5 oder 5 Milligramm bei Kindern) und einer wöchentlichen Erhöhung um 5-10 Milligramm pro Tag (sog. Titrationsmethode) bis zum Erreichen der optimalen Dosierung gestartet.

49] Zu Therapiebeginn wird Methylphenidat in einer schnell freigebenden, kurz wirkenden Darreichungsform appliziert, da es leichter zu kontrollieren ist. Zunächst wird eine Einmaldosis von 10 mg für die medikamentöse Versorgung von Erwachsenen mit ADHS verschrieben. Mäßige Überdosierungen (z.B. durch versehentliche Einnahme einer doppelten Dosis) von Methylphenidat können schwindelerregend sein, zu Herzrasen, Schlaflosigkeit, erhöhter Wachsamkeit ("Wachsamkeit") oder exzessiver Sedierung.

Aufgrund der kurzen Wirkdauer von wenigen Arbeitsstunden ist in der Regel keine Therapie vonnöten. In solchen Situationen ist eine medizinische Versorgung zwingend vonnöten. Methylphenidat kann bei gleichzeitigem Einsatz die Wirksamkeit von Antihypertensiva, besonders von Guanethidin, mindern. Methylphenidat verhindert den Abbau von Antikoagulantien vom Cumarin-Typ, Antiepileptika (z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Primidon), Neuroleptika und tricyclischen Antiepileptika (z.B. Imipramine, Desipramin) und Phenylbutazon im Erreger.

Erhöhte Schweißausbrüche, Dermatitis (Entzündungsreaktion der Haut), Juckreiz, Quincködem können bei der Kinderbehandlung auftreten,[54] Haarausfall kann ebenfalls auftreten. Aufgrund von Meldungen über zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen des Herz-Kreislauf-Systems wurde ein schrittweises Planverfahren für Methylphenidat-haltige Medikamente zur Abwendung von Arzneimittelwirkungen eingeleitet[56], wodurch die Produktinformationen im Hinblick auf entsprechende Sicherheitsvorschriften revidiert wurden.

Es wurden keine Abhängigkeitsfälle gemeldet, wenn ADHS professionell mit Methylphenidat behandelt wurde. Ein plötzlicher (unbefugter) Abbruch von Methylphenidat sollte jedoch vermieden werden, da dies möglicherweise zu sogenannten Abbruchsymptomen wie erhöhter Überaktivität, Reizbarkeit oder Depression führt. 62 ] Untersuchungen haben gezeigt, dass eine ADHS-Behandlung mit Stimulantien wie Methylphenidat das Suchtrisiko bei den Erkrankten reduziert.

Die langfristige Einnahme von Methylphenidat kann bei Kleinkindern zu einer Verzögerung des Wachstums und einer verringerten Zunahme des Gewichts führen[13], obwohl sich der Wachstumskurs der Kleinkinder in den meisten FÃ?llen spÃ?ter nach der Absetzung des Medikaments wieder normalisiert. Hrsg. Michael Schulte-Markwort: Methylphenidat. Verlagshaus Georg Thiéme, Stuttgart/ New York 2004, ISBN 3-13-13-13-13-13-133441-X. Die Urania, Berlin 2002, ISBN 3-332-01347-5 Johanna Krause, Klaus-Henning Krause: ADHS im Alter.

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