Rauen Coaching Ausbildung

Grobe Coaching-Ausbildung

und für die Ausbildung von Trainern (siehe www.rauen.de/ca/). Verschiedene methodische Ansätze können in das COACH-Modell integriert werden. Und wie verlief Ihr erstes Coaching-Training?

Fortbildung

Die Weiterbildung im Coaching* soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, als Coaches aktiv zu werden. Das eigenverantwortliche Durchführen kompletter und erfolgreich durchgeführter Coaching-Prozesse erfordert eine Vielzahl von Fähigkeiten des Coaches. Das gilt nicht nur für die fachlichen Fähigkeiten, sondern auch für die persönlichen Fähigkeiten und Erfahrungen im Umgang damit. Psychologisches und betriebswirtschaftliches Wissen zeichnen die Fachkompetenz eines Coaches aus.

Der Anspruch an einen Trainer kann so umfassend wie gewünscht formuliert werden - manchmal ergibt sich in gemeinsamen Repräsentationen der Anschein, der Trainer sei fast ein "Übermensch". Es ist jedoch weder möglich noch erwünscht, dies zu verlangen oder gar im Zuge der Fortbildung zu implementieren, da der Trainer und sein Klient zu "gleichen Bedingungen", d.h. auf gleichem Beziehungsniveau arbeiten sollten.

Coaching-Prozesse erfordern neben den beruflichen Fähigkeiten, die für eine Tätigkeit als Trainer nicht ausreichen, eine Vielzahl von persönlichen Fähigkeiten des Beraters. Wie bei den Fachkompetenzen kann und muss auch hier keine Einzelperson alle oben genannten Kompetenzfelder ausfüllen. Das heißt, der Trainer muss keine ideale Qualifikation haben, er soll nur als Orientierungshilfe fungieren.

Einen guten Trainer kennzeichnet vor allem die Tatsache, dass sein Wissen nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis "erfahren" ist. Im Idealfall geht dies einher mit der Möglichkeit des Perspektivenwechsels, d.h. der Trainer kennt nicht nur die für ihn charakteristischen Coaching-Belange als Consultant, sondern hat sie auch aus anderen Stellungen kennen gelernt und entsprechend Feldkompetenz erlangt.

Für die Weiterbildung im Coaching kann daraus geschlossen werden, dass dies nicht nur reines Theoriewissen vermittelt, sondern dass Praxisübungen erforderlich sind, in denen mindestens erste Erfahrung gesammelt wird. Besonders wichtig ist in diesem Kontext die Betreuung des Coaches. Bei fehlender regelmäßiger oder wenigstens fallbezogener Überwachung drohen "blinde Flecken" oder psychoanalytische Übertragungs- und Projektionserscheinungen.

Coaching-Fortbildung ist daher auch dadurch gekennzeichnet, dass sie die Teilnehmenden dazu anleitet, ihr eigenes Tun in (und auch nach) der Fortbildung reflexartig in Frage zu stellen. Nur durch die Verbindung von fachlicher Qualifikation, individueller Eignung, Berufserfahrung und Betreuung ist es möglich, Wissen und Erfahrungen auf der einen Seite zur Verfügung zu stellen, aber das führt nicht zu "Besserwisserei". Der Coach ist ein Coach, der die Gestaltung von Coachingprozessen fordert, die im Idealfall übergreifende Qualitätsmerkmale einbeziehen.

Entsprechend soll die Weiterbildung im Coaching Qualitätsmaßstäbe und Auswertungsmöglichkeiten bieten. Als Coach ist man Consultant für leitende Angestellte und für Menschen mit Führungsaufgaben (zu denen auch Selbständige gehören). Im Mittelpunkt der Beratungstätigkeit steht die Abklärung von Bedenken, die sich aus der beruflichen Tätigkeit des Mandanten ergeben. Deshalb sollte die Weiterbildung im Coaching auch in erster Linie auf die fachliche Begleitung abzielen.

Da es sich bei der Aktivität des Coaches vorwiegend um eine Prozess-Beratung handelt, sollte diese Form der Beratung einen besonderen Fokus in der Coaching-Weiterbildung haben. Eine Prozessberaterin erzwingt die gezielte Behandlung von Problemstellungen, bei der der Kunde die Lösung und nicht der Trainer mitentwickelt. Das Coaching hat daher nicht das Ziel, mit den Symptomen des Problems umzugehen, sondern die Vorgänge, die zu dem jeweiligen Thema führen, zu identifizieren und zu beheben.

Obwohl der Trainer seine Erfahrungen als (technischer) Experte im Sinn einer technischen Beratung mitbringen kann, sollte er keine Lösung "von außen" vorschreiben, sondern bei der selbständigen Bearbeitung von Belangen mitwirken. Der Trainer unterstützt bei der Erfassung, Bewertung und Bearbeitung komplexer Prozesse und Fragestellungen. Dieser Grundgedanke des Coaching ist die Grundlage für den Anspruch "Hilfe zur Selbsthilfe".

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