Systemisch

Körperlich

Systemisch, ganzheitlich und vernetzt gedacht Systemdenken ist die Möglichkeit, alle Beteiligten und Aktionen im Kontext eines vielschichtigen Systemes zu betrachten, das aus einer Vielzahl voneinander abhängiger Größen zusammengesetzt ist. Dazu gehört die Möglichkeit, Aktionen nicht nur im Kontext von einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen und statischen Ist-Analysen zu beurteilen, sondern auch eine bestimmte systembedingte Dynamik sowie die vielschichtigen Abhängigkeiten und Fernbeziehungen so weit wie möglich zu berücksichtlichen.

Konkreter im beruflichen Leben bedeutet Systemdenken nicht nur kurzfristiges und unmittelbares Nachdenken, sondern auch die Berücksichtigung aller Langzeitfolgen und aller Wirkungen auf andere Betroffene (Kreise). Das systemische Denkvermögen wird oft mit dem Merkmal "ganzheitliches", d.h. ganzheitliches Handeln assoziiert. In der Mentalebene geht es darum, Ideen wie z. B. Team, Abteilung, Firma und den gesamten Absatzmarkt als Ganzes zu begreifen.

Dazu gehört auch der Glauben / das Wissen um die Macht der kleinsten Veränderung, ebenso wie die Haltung, dass auch kleine Veränderung in einem bestimmten Bereich des Systems dieses verändert. Beides unterstützt die Motive, die Eigeninitiative zu übernehmen, für sich selbst zu agieren und mit sich selbst zu starten, wenn Veränderung erwünscht ist.

Die Kenntnis von negativen und positiven Rückkopplungen, kritischen System- und Indikatorenvariablen, die inhärente Dynamik von Anlagen, die Neigung des Menschen zum Übersteuern, die Abhängigkeit von Größen und Zieldimensionen sowie die Kreisförmigkeit von Kommunikationen und Beziehungsstrukturen sind auf der Modell- und Konzeptebene wichtig. So gibt es beispielsweise auf der Methodenebene den von NLP (Neurolinguistisches Programmieren) entlehnten Ökologie-Check.

Diejenigen, die systemisch überlegen, neigen dazu, weniger zu übersteuern (Skin-Ruck-Maßnahmen mit nachfolgender Korrektur). Diejenigen, die systemisch mitdenken, sind weniger oft von der Entwicklung erstaunt, da sie sich nicht an den tatsächlichen Gegebenheiten orientieren, sondern Trends mit vorgegebener oder geschätzten Dynamiken berücksichtigen. Systemdenken bedeutet ein höheres Bewusstsein für Konsequenzen und Verantwortung, da Sie wissen und erkennen, dass jede Ihrer Aktionen das gesamte System in vielerlei Hinsicht beeinflusst.

Das systemische Denkvermögen ermöglicht die Entwicklung effektiver Konzepte in komplexeren Umgebungen, da viele Einflussfaktoren und deren Abhängigkeiten früh geplant werden. Das systemische Denkvermögen verringert die Chance, kurzfristig eine Lösung auf Dauer zu finden. Das systemische Denkvermögen als Bestandteil der Führungskompetenzen ist deshalb so bedeutsam, weil die Entscheidung, auf der künftige Maßnahmen, Konzepte und Ziele basieren, von Führungskräften gefällt wird und die Stärken des Systemdenkens im Rahmen von Beschlussfassungen besonders wirksam sind.

Zwar sollte eine bestimmte Voraussicht und Feinfühligkeit für die (Langzeit-)Auswirkungen des Handelns einer Unternehmung natürlich auch bei den Menschen bestehen, doch sind es vor allem die Entscheide der Führungskräfte und Verantwortlichen, die den Grundstein für Systemveränderungen bilden. Doch wer Änderungen im Gesamtsystem initiiert und verantwortet, ohne in den Abmessungen eines Systems zu überlegen, erzielt oft ungewollte Ergebnisse.

Der Zusatz zur psychischen Befähigung liegt vor allem darin begründet, dass es beim Systemdenken in erster Linie um spirituelle Fragen geht - das Selbstdenken hat wenig mit kommunikativer oder sozialer Befähigung zu tun. Das " Wille " anstelle des " Systemdenkens " heißt nicht nur, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Systemvariablen zu erkennen und zu betrachten, sondern auch die inhärente Dynamik der Systeme zu beachten, wenn längerfristige Änderungen an einem bestimmten Ort vorgesehen sind.

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