Systemische Aufstellungsarbeit

Die systemische Aufstellungsarbeit

"In der systemischen Aufstellungsarbeit fragen wir nicht mehr nur, wer welche Eigenschaften hat. Systemaufstellungsarbeit Konstellationsarbeit im Sinn eines Praxisansatzes wird nach Buer (2003) als eine spezifische Anordnung von Relationship-Arbeit beschrieben, die mit bestimmten Methoden, z.B. räumlicher Repräsentation, Inkarnation, Dramatisierung, Ritualen und Sätzen, Zusammenhänge visualisiert und Veränderungsprozesse initiiert und begleitet. Als Gründer der Aufstellungsarbeit gab Hellinger dem Vorgehen zunächst kein theoretisches Rezept.

Es folgten Weber, der sie als "systemische Psychotherapie" einstufte (vgl. Weber, G. 1993). Den Systemaufstellungen sind heute drei methodisch oder theoretisch begründete Grundlagen zugeordnet: Im personenzentrierten Vorgehen wird das Interesse eines Anspruchstellers beschrieben und die dazugehörigen Systembestandteile ermittelt. Dies können sowohl Persönlichkeiten (Vorgesetzte, Mütter, Freunde etc.) als auch Abstraktionselemente ( "Ziele, Hürden, Vorstellungen, Ideen etc.) sein.

In der Installationseinstellung werden für die Elemente des Systems Vertreter ausgewählt, die aus Standsicht der entsprechenden Funktion gerecht werden. Die Vertreter werden in einem angemessenen Raumabstand zueinander platziert, so dass ein gewisses Schema erzeugt wird. Das Verhältnis der nun verbundenen Vertreter schafft ein Verstehen des gesamten Systems.

Es kann das wahrnehmbare Erscheinungsbild der sogenannten "systemischen Resonanz" auftauchen. Dies bezieht sich darauf, dass sich die Vertreter an den Positionen der Konstellation "resonant" zu den Beziehungsgefügen des repräsentierten Körpers verhält, d.h. es ergeben sich kohärente Erkenntnisse in Relation zum repräsentierten Organ. Bei der Wahl von Menschen als Vertreter eines Systemelementes können Körperwahrnehmungen oder -phänomene ("Ersatzwahrnehmung") auftauchen und als solche interpretiert werden.

Die Aufstellungsarbeit hat zum Zweck, den Zustand der Vertreter aller Systembestandteile durch Änderung der Anordnung zu verbessern. Mit Hilfe von Änderungen im eingerichteten Systemaufbau können Problemlösungen für den Kunden erprobt und erprobt werden. - Beziehungsgefüge werden transparent und greifbar gemacht. - Es entstehen neue Ansätze, Vorschläge und Anstöße für zielorientierte Change-Prozesse. Das Aufstellungswerk geht zunächst auf den Familienaufstellungsbereich und damit auf den Begründer Bert Hellinger zurück.

Es gibt in der Fachliteratur zahlreiche Beispiele für den Wandel von der (Gruppen-)Psychotherapie zur (Organisations-)Beratung, Betreuung und Fortbildung (vgl. Weber, 1997, 2000, Grochowiak, Castella 2001; Ruppert 2001). Eine Subjekttheorie wird bei der Umsetzung der Methode völlig ignoriert und auf eine auf den Beratungsprozess abzielende und die ausgehandelten Lerninhalte nicht berücksichtigende Medientheorie konzentriet (vgl. Sparer 2000; Sparer u. Varga von Kibéd 2002).

Gleichzeitig leiten sie die Aufstellungsarbeit klar in den Methoden-Kanon der Systemberatung und -Behandlung zurück, der sich auf die Aufarbeitung von Beziehungs- und Verständigungsmustern und die zugrundeliegenden Bauprinzipien fokussiert (vgl. KÖNIG, 2007). Das Aufstellungsgeschäft wurde hauptsächlich von Weber und Gross in den organisatorischen Bereich verlagert. Analog zu den Familienmitgliedern werden die Angehörigen einer organisatorischen Einheit oder eines Team gebildet und die Dynamik zwischen diesen Menschen sowie abstrakte Elemente verarbeitet (z.B. Angestellte, Vorgesetzte, Auftraggeber, aber auch Zielsetzungen, Erzeugnisse, Hierarchieebenen).

Bei einer organisatorischen Konstellation wird die gesamte Struktur als Gesamtsystem mit all der damit verbundenen Vielschichtigkeit verstanden. Ausgehend von dieser Hypothese wird es möglich, dass die komplexe Beziehungsdynamik innerhalb einer Unternehmung sichtbaren. Warga v. Kibéd war der erste, der - nach ihm - darauf hinwies, so viel wie möglich in der Kundensprache (d.h. "Kunden") zu reden, um eine gr??ere Verbindung zum Wirtschaftssystem herzustellen.

Insa In ihrem Werk "Wunder, Solution und System" gibt sie ein Beispiel für die Umsetzung einer Organisationsaufstellung in ein lösungsgeometrisches Interview zur Problemlösung in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen ab. Systematisch orientierte Organisationsexperten (Berater, Manager, Spezialisten, Coaches) nutzen die Methode der Organisationsaufstellung heute vor allem als Werkzeug in Bereichen wie z. B. Unternehmensentwicklung, Change Management, Strategy, Visions, Targets, Vermarktung, Werbung, Marketingforschung, Projekt- oder Personalmanagement.

Die Aufstellungsarbeit kann als ein Instrument von mehreren in den laufenden Beratungs- oder Managementprozess eingebunden werden. Die Ursachen für eine Organisationsaufstellung im Coachingprozess können vielfältig sein. Zur Identifizierung der Ursachen eines Problems mit der Organisationskonstellation formulierte Weber "grundlegende Unterschiede in Organisationsschwierigkeiten ": 1) Wie werden diese Verhaltensmuster möglicherweise in der Gestaltung inszeniert oder wie werden sie in den geschilderten Sachverhalten reflektiert?

Ist die Organisationsstruktur funktionell strukturiert oder sind Beziehungsprobleme ein Zeichen für grundlegende Systemprobleme? Hat sich das Umfeld (z.B. der Markt) verändert, an das sich die Gesellschaft (noch) nicht ausreichend angepasst hat, oder steht dies unmittelbar bevor? "Oftmals sind mehrere dieser Elemente in die gleiche Sachlage involviert und können sich ergänzen, und der Consultant muss sich überlegen, welche Änderungen in welchem Gebiet die am weitesten reichenden Lösungsansätze stimulieren können" (Weber 2000, S.38).

Für die Aufstellungsarbeit im Organisationskontext [1] ist es sinnvoll, als Vertreter von System-Elementen mit Unterstützung von Plastiken oder anderen Objekten (Notizen, Zahlen, Stühle etc.) zu agieren. Inzwischen werden auch im E-Coaching ( (http://www.lpscocoon.de/index.php)) die virtuellen Räumlichkeiten für Aufstellungsarbeit zur Verfügung gestellt. Bei systemischen Aufstellungen werden Zusammenhänge von Beteiligten, Problemaspekte oder Abstraktes ( "Strukturen") aufgezeigt und durch Positions- und Prozessarbeit geändert.

Systemkonstellationen bedürfen daher nicht nur einer fundierten Fortbildung, sondern auch einer kritischen Überprüfung der Methodik, ihrer Anerkennung im entsprechenden Anwendungsbereich und der Verantwortlichkeit gegenüber dem Coachingpartner. 1 ] Franz Ruppert, Professor für Psychologie und Konstellationsexperte, hält den Gedanken der Organisationsaufstellungen für irreführend und empfiehlt das differenzierte Konzept der "Arbeitsbeziehungen" bzw. des "Aufbaus von beruflichen Anliegen" Buer, F. (2003): Aufstellungsarbeit in Unternehmen.

Koenig, O.(2007): Constellation work between Supervision, Counselling, Therapy and Ideology, in: Group Dynamics and the Professionalization of Psychosocial Professions, Carl Auer-Verlag, Heidelberg, pp. 150-176. Grundlegende Formen der systemischen Strukturaufstellung.

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