Systemische Beratung

Beratung mit System

Im internationalen Kontext ist Beratung ein eigenständiges Konzept zur Unterstützung von Menschen. Das ist systemische Beratung? Seine Essenz, seine Methodik und Vorgehensweisen

Systematisch orientierte Berater gehen von der Unabhängigkeit des Kunden aus und sehen ihn als "Experten in der eigenen Sache". Unter der Prämisse, dass jeder seine eigenen Lösungsansätze entwickelt, arbeitet er mit den bestehenden Mitteln und Fähigkeiten des Beratungssuchenden. Die systemische Beratung richtet sich nach den Belangen und Bedürfnissen des Kunden.

Es werden im Gespräch Voraussetzungen geschaffen, unter denen der Kunde seine Kräfte freisetzen kann, um so selbstständig und selbstständig wie möglich zu seinen persönlichen Lösungsansätzen und Zielsetzungen zu kommen. Die Methodik des Systems umfasst zirkuläre Fragestellungen, die Frage des Wunders, die Reformulierung, die Arbeiten mit Genogrammen und die Auseinandersetzung mit Familienplastiken. Systemberater konzentrieren sich auf die Vernetzung von Menschen.

Durch die Vernetzung des Menschen und um weitere Sichtweisen und Mittel verfügbar zu machen, binden systemische Beraterinnen und Berater nahestehende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Auftraggebers in den Konsultationsprozess ein. Der systemische Ansatz wurde zunächst in der Behandlung angewandt. Steve de Schazer hat später systemische Verfahren in die Beratung überführt und gemeinsam mit seiner Ehefrau Insoo Kim Berg das Leitbild der Lösungstherapie für die Kurzzeitbehandlung entwickelt.

Es wird nicht auf Problemstellungen und deren Ursprung eingegangen, sondern es werden Ausnahmeregelungen und damit Lösungsmöglichkeiten in Betracht gezogen. So helfen systematisch denkend und arbeitend Menschen ihren Kunden, Lösungsansätze zu finden und zu entwickeln, die jeder Mensch in sich hat. Virginia Satir wird zweifellos als Stammmutter der Familie und damit auch des Systems angesehen.

Andere bedeutende Repräsentanten des Systemdenkens sind Gregory Bateson, Salvador Minuchin, Paul Watzlawick und Helm Stierlin. Jakob Levy Moreno, Fritz Perls und Carl Rogers, der Gründer des kundenzentrierten Vorgehens, sind unter anderem mittelbare Pioniere der Familientherapiebewegung, die heute integraler Teil des Gesprächsmanagements im Kontext von Beratungs- und Behandlungsgesprächen ist.

Der systemische Arbeitsstil, der seinen Ursprung in der Familie hat, ist auch in der Praxis als sogenanntes Coachen zu Hause. Die Eigenverantwortung des Kunden wird auch hier übernommen: Er bietet keine Lösung, sondern sieht sich als einen neutralen Gesprächs- und Interaktions-Partner, der den Entwicklungsprozess des Einzelnen öffnet, moderiert und begleitend mitgestaltet.

Kurzum: Der Klient ist ein Fachmann für seine Aufgaben und Problemlösungen, der Trainer ist ein Fachmann für die Lösungsfindung. Grundprinzipien und Vorgehensweise des Coachings stimmen mit denen des Systemansatzes überein.

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