Systemische Zusatzausbildung

Gezielte Zusatzausbildung

Systemberatung (DGSF) Die Systemische Lebensberatung hat zum Zweck, den Entwicklungsprozeß von Familie und Sozialsystem so zu unterstützen, daß obstruktive Beziehungsgefüge oder restriktive Wechselwirkungen zugunsten geeigneter, lebender Verständigungsmuster aufgehoben werden können. Die Fortbildung basiert auf den Ergebnissen der Systemtherapie und verbindet wesentliche Basics anderer Vorgehensweisen wie z. B. Mindfulness sowie Psychodynamik, Kommunikationsanalyse und Strukturkonzepte in einem wachstums- und systemorientierten Ansatz.

Das Weiterbildungsangebot bietet spezielle Kompetenzen für Beschäftigte im Bereich Psychosoziales, die ihre therapeutischen Aktivitäten in einem unabhängigen oder institutionalisierten Umfeld ausüben oder in engem Kontakt mit Trägern (z.B. Schule, Kindergarten, Kirche, Beratungsstelle, Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendämter, Bereiche des Familienrechtes und der Familienförderung) sind. Systemic Consulting betrachtet systemische und persönliche Entwicklungschancen in einem sich wechselseitig unterstützenden Zusammenspiel.

Symptome, die sich in einem oder mehreren Familienmitgliedern zeigen, werden als ein " Wachstumskonflikt " innerhalb des Lebenszyklusses und der Weiterentwicklung des Gesamtsystems betrachtet und behandelt, auch im Hinblick auf Mitteilungen, Delegierungen und Treue aus den Herkunftssystemen (z.B. Familie der Eltern). Abgesehen von der Symptombehandlung geht es auch darum, Mittel im Körper und seinen Angehörigen zu aktivieren, Unterstützungskräfte loszulassen und die Erschließung von Potenzialen mitzutragen.

Auch bei der Therapie bzw. Konsultation stehen Gesichtspunkte des Selbstbewusstseins und der wertorientierten Arbeitsweise der KlientInnen und PatientInnen im Mittelpunkt. Auf diese Weise werden nachhaltige Systemfunktionen während des Beratungsprozesses gefestigt, vermeidbare Empfindungen wiederbelebt und die neuen Erlebnisse in das System eingebunden und verfestigt. Im Mittelpunkt des Selbstbewusstseins der Teilnehmenden steht daher die Vertiefung und Erlebnisorientierung der für die familiären Beziehungen wichtigen Eltern.

Sie lernen wirksame Methoden und Techniken der Veränderung kennen, mit denen sie souverän Diagnosen stellen und eingreifen können. Seine spezifische Art des Umgangs, die Güte seines Kontakts mit der Gastfamilie und den verschiedenen Sozialsystemen, seine Introspektions- und Reflexionsfähigkeit sind wichtige Aspekte in seiner Tätigkeit mit Angehörigen und Sozialsystemen. Besonderes Augenmerk wird daher auf seine Persönlichkeit und seinen Entstehungsprozess gelegt.

Am Ende der Ausbildung stellen die Kursteilnehmer ihre fachlichen Kenntnisse in einem Colloquium unter Beweis und werden als systemische Consultants ausgebildet.

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